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Dieter Ernst von Berlinwasser international Ehrengast der DeutschlandGroup


Donnerstag 9:00 Uhr Berlin-Kreuzberg

60:15:1 Clubtreffen der DeutschlandGroup

Clubraum: Sage Restaurant

Ehrengast: Dieter Ernst, CEO Berlinwasser International


Dieter Ernst über Berlins außergewöhnliches Wasser- Wissen:
"Die Geschichte Berlins ist ja, was Wasser angeht, ausgesprochen spannend und eine ausgesprochene Erfolgsgeschichte. Die Diskussionen, die man so heute in den Gazetten lesen kann, gehen völlig an der Tatsache vorbei, dass diese Stadt ja eine wunderbare Wasserver- und –entsorgung hat. Das seit 150 Jahren. Das ist ein Ausdruck Deutscher Ingenieur- und Infrastrukturkomptenz. Und Berlin, auch das vergessen wir immer wieder – wenn ich Frankfurt und München und Stuttgart nehme und in Berlin reinpacke, dann hab ich immer noch genug Platz.
So, und nun ist es so, dass die Deutsche Wasserwirtschaft ja unheimlich zersplittert ist, das heißt, wir haben 7.000 Wasserunternehmen in Deutschland. In Frankreich gibt es 3. Also Handlungsbedarf; aber Veränderung ist ja nicht so unbedingt die Stärke Deutschlands zurzeit.
Dieses Berliner Unternehmen ist daher eines der größten in Europa und von der Leistungsfähigkeit eines, das eigentlich „state of the art“ Wasserver- und –entsorgung macht. Und deswegen hat man 1995 schon gesagt: Diese Kompetenz kann man doch eigentlich auch draußen nutzen."

Dieter Ernst über das Wort „International“ in Berlinwasser International:
"Und heute noch vielmehr als 1995 wissen wir, dass Wasser ein ganz sensibles, ganz wichtiges, ganz spannendes globales Thema ist. Und da bietet sich natürlich an, dass Deutschland seine Kenntnis, sein Know-How auch im Ausland anwendet. Und auf dieser Basis machen wir unsere internationalen Operationen. Windhuk, ganz spannendes Thema. Einzigartig auf der Welt. Wir versorgen 30% der Bevölkerung der Hauptstadt Namibias mit Trinkwasser aus behandeltem Abwasser. Schwieriger Prozess - aber da regnet es nie. Wir haben ein riesiges Problem, natürlich überhaupt die Versorgung sicher zu stellen. Deswegen ist auch durch die Deutsche Bundesregierung ein entsprechendes Projekt finanziert worden. Wir machen auch die Abwasserversorgung in Budapest...: wir führen mit einem Partner zusammen das dortige Unternehmen auf der Basis unseres Berliner Know-How. Unser Hauptmarkt ist zurzeit die Volksrepublik China. Wir haben zum Beispiel 1997 bereits ein großes Wasserwerk dort gebaut, mit einem chinesischen Partner, betreiben große Kläranlagen und sind einer der wenigen europäischen Betreiber, die in China ein sehr gutes Standing hat. Das verbirgt sich hinter Berlinwasser International".

Dieter Ernst über unseren Status in der Wasser-Wirtschafts-Welt:
"Ich würde uns..., wenn wir mal von der Berliner Versorgung reden, jetzt nicht unbedingt gleich unter den ersten drei sehen aber unter den ersten 10."

Alexander Wolf: Weltweit?

Dieter Ernst:
"Weltweit, allein aufgrund der Größe und der Qualität. Denn Sie alle wissen, wenn Sie in der Welt unterwegs sind, wo kann man denn bedenkenlos das Wasser aus dem Hahn trinken? Wir haben in Deutschland ja paradiesische Verhältnisse, die für uns ganz selbstverständlich sind. Aber in der Welt relativ selten. Und das ist ein Qualitätsmerkmal, was zunehmend wichtiger wird, weil Wasser ist halt einfach Leben."

Dieter Ernst über Berlins stärkste Schwächen:
"Das, was heute aus meiner Sicht das Problem ist: dass es an dem Engagement fehlt, wirklich die Stärken der Stadt mehr in den Vordergrund zu stellen und auch mehr zu unterstützen. Wir sind ein Beispiel, wir haben einen Finanzsenator, der bei uns die Frage gestellt hat,`was machen wir eigentlich in Budapest`?. So nach dem Motto: `Was soll das alles?` Und da fehlt mir dann jegliches Verständnis. Ich glaube, wir brauchen einen anderen Ansatz in der Berliner Ausrichtung der Politik. Da gibt es das ein oder andere, was man sehr kritisch zurzeit diskutieren kann.

Dieter Ernst über die Dinge, die wir für Berlin tun können:
"Ich denke, ein Punkt ist das, was Sie machen. Es gibt -für mich auch immer wieder spannend- ganz, ganz viel in Berlin, was man mehr vernetzen, mehr verbinden kann, um auch gemeinsame Effekte zu erzielen."

Dieter Ernst über das, was Dieter Ernst bewegt:
"Mein Lieblingsthema: Immer wenn ich in ein Restaurant komme, frage ich: Habt Ihr denn nur „Pellegrino“ oder habt Ihr auch lokales Wasser? Und wenn Sie sich vorstellen, dass Sie für eine Flasche Wasser, 1 Liter, sagen wir mal, 2,00 € bezahlen. Für 2,00 € kriegen Sie 130 Liter Berliner Wasser! Und die Qualität dieses Berliner Wassers steht dem, was Sie in Flaschen kriegen in nichts nach, ist teilweise sogar besser. Also immer überlegen, ob Sie nicht das Berliner Wasser aus der Leitung konsumieren."

Gäste

Gastfreundschaft ist das wichtigste Element der DeutschlandGroup. Einige unserer Ehrengäste sehen Sie hier:

S.E. Dr. Marek Prawda,
Botschafter Republik Polen

Stefan von der Heiden, British American Tobacco

Volker Ratzmann, Bündnis90 /
DIE GRÜNEN

Norbert Lemken, Bayer CropScience

Reinhard Müller, EUREF AG

S.D. Prinz Stefan von und zu Liechtenstein

Andreas Renner, EnBW

Dieter Ernst,
Berlinwasser International

Annette Riedel,
Deutschlandradio Kultur

Kathrin Zabel, Deutsche Post DHL


Christina Aue, Berliner Fernsehturm


Thomas Heilmann, CDU / Scholz&Friends




Gedanken

WelstadtPhilosoph und Mitglied der DeutschlandGroup Gerald Uhlig:

Gerald Uhlig, Einstein Unter den Linden


Gerald Uhlig, Einstein Unter den Linden