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Andreas Renner von EnBW Ehrengast der DeutschlandGroup


Mittwoch 9 a. m. - Berlin-Tiergarten

Gastgeber Jürgen Gangl

60:15:1 Clubtreffen der DeutschlandGroup

Ehrengast Andreas Renner, EnBW Repräsentant Berlin & Brüssel


Andreas Renner spricht über die Brennelemente-Steuer:
"Wir sind natürlich jemand, der Strom produziert, auch in großen Mengen. Und da wir von den 4 großen Kraftwerksbetreibern in Deutschland, der mit dem höchsten Anteil an Kernenergie sind, kostet und das prozentual, wenn die Brennelementesteuer kommt, ohne eine Laufzeitenverlängerung, schlicht am meisten. Und das nimmt uns die Kraft, die wir derzeit haben.
Weil wir ja wissen, dass die Kernkraftwerke irgendwann auslaufen (und sie werden ja irgendwann auslaufen, da es in Deutschland keine neuen geben wird), bauen wir um, sehr viel in erneuerbare Energien. Wir haben jetzt vier Windparks projektiert in Deutschland, die sind in der Ostsee und in der Nordsee, wo wir 3 Mrd. investieren wollen, allein in diese Windparks.
Wir haben Pumpspeicherkraftwerke in Vorarlberg, wollen ein neues im Schwarzwald bauen. .... Wir haben ein neues Wasserkraftwerk, das im nächsten Jahr in Betrieb geht, mit 100 Megawatt, also schon etwas richtig Großes, im Rhein. Wir investieren viel. Wenn wir jetzt eine halbe Milliarde Brennelementesteuer aufoktruiert kriegen, können Sie sich ja ausrechnen, wenn Sie eine halbe Milliarde bezahlen müssen im Jahr, dass wir sagen: `Wenn es gekoppelt ist mit einer entsprechenden Laufzeitenverlängerung der Kernkraftwerke, kann man darüber reden und es gibt sicherlich auch andere Modelle, die nicht so in unsere Bilanzen gehen und dem Staat möglicherweise gleich viel Geld bringen.` Also in sofern sind wir natürlich jetzt da am Kämpfen.

Andreas Renner über Berlins Chance als Hauptstadt der „e-mobility“:
"Für die Stadt ist die Elektromobilität, wie ich meine, ganz hervorragend."

Alexander Wolf:
"
Und wie steht Berlin im Vergleich zu den anderen Städten in Deutschland oder weltweit?"

Andreas Renner: "Ich denke, Berlin ist die Hauptstadt. Und hier ist viel Politik. Hier sind alle Interessenorganisationen und deshalb wird Berlin die Stadt sein, die diese Mobilitätskonzepte sicherlich als erstes einführt. Sie hat auch die entsprechende Größe. Das ist auch ganz gut. Peugeot hat ein neues Mobilitätskonzept in Gang gesetzt, vor 6 Wochen. Daimler ist hier, RWE ist hier, Vattenfall ist hier, wir machen ein bisschen was, also in sofern: Es konzentriert sich vieles auf die Hauptstadt. Sie werden Nutzen von vieler dieser Konzepte sein."

Andreas Renner über das e-mobility Projekt von EnBW:
"Wir haben jetzt Roller an unsere Kunden ausgegeben, werden ab August 500 Elektroroller haben (die laufen 45, alle mit GPS ausgestattet). Wir hatten über 3000 Bewerber, die sich für diese Roller interessiert haben. Wir haben da einen großen Feldversuch auswerten können: Welche Mobilität haben die Leute? Und der Roller liegt so bei dreieinhalbtausend Euro (3,500 €). Das war für uns so ein Preis, wo wir gesagt haben, da ist der Verbraucher auch bereit zu zahlen."

Andreas Renner über Medien, Macht und Politik:
"Zum Beispiel mein Ex-Chef Oettinger: Jetzt waren die in der Schwarzwaldstube in Brüssel gesessen (des nächtens) und haben getrunken und dann hat er ein Teesieb auf die Nase gesetzt, so als Brille, und irgendeiner ist heutzutage mit dem Handy da, fotografiert das Ding und es ist in der Zeitung. Die waren halt in Bierlaune. Irgendeiner fotografiert Dich dann und Du bist in den Schlagzeilen und heißt es wieder „der kann sich nicht benehmen“ oder was weiß ich. Wie so was dann hochgezogen wird, das war früher anders. Früher wurden nicht in der Bild-Zeitung Schlagzeilen aus irgendeinem Ding gemacht, sondern man hat einfach gesagt, okay, die haben halt gestritten und damit war das Thema beendet. Und dann stehen sie unter einem riesen Druck, das muss man einfach sehen. Und deshalb glaube ich, wird sich jeder, der in der in der Spitzenpolitik ist -oder muss sich jeder- sehr viel stärker und sehr viel intensiver daran messen lassen, was er sagt. Sie werden kontrolliert, weil Politiker in der Öffentlichkeit arbeiten. Es ist schlicht und ergreifend so: Du musst Dich sehr viel mehr kontrollieren und musst dann sagen, wann bin ich wirklich privat, was ja immer schwierig ist. Aber nur, wenn du wirklich privat bist, kannst du wirklich mal einen drauf machen. ...Also aus meiner Sicht geht das gar nicht anders, seit es die Berliner Republik gibt haben wir überall Medialität, haben wir überall Presse, haben wir überall diese Dinge.
Ich hab dann zu Günter Oettinger gesagt, `Du musst Dir heute mehr Gedanken machen über Deine Freunde, die ein Fotohandy dabei haben, als über die Fotografen, die irgendwo lauern`. Es ist tatsächlich so".



Der Club der Außergewöhnlichen

Gäste

Gastfreundschaft ist das wichtigste Element der DeutschlandGroup. Einige unserer Ehrengäste sehen Sie hier:

S.D. Prinz Stefan von und zu Liechtenstein

Andreas Renner, EnBW

Dieter Ernst,
Berlinwasser International

Annette Riedel,
Deutschlandradio Kultur

Kathrin Zabel, Deutsche Post DHL


Christina Aue, Berliner Fernsehturm


Thomas Heilmann, CDU / Scholz&Friends




Gedanken

WelstadtPhilosoph und Mitglied der DeutschlandGroup Gerald Uhlig:

Gerald Uhlig, Einstein Unter den Linden


Gerald Uhlig, Einstein Unter den Linden